Ursachen der Globalisierung

Früher waren die Strecken zwischen den Kontinenten große Hürden für die Kommunikation und den Warentransport.
Auch vor langer Zeit wurden schon waren zwischen den Kontinenten transportiert. Zum Beispiel Gewürze aus Indien nach England. Diese waren sehr kostbar und daher lohnte es, viel Geld für den Transport auszugeben.
Im Laufe der Zeit wurden die Schiffe größer, schneller und sicherer. Durch den Durchbruch der Frachtcontainer wurde der Transport erneut deutlich einfacher und billiger. Die Kosten für den Transport von Gütern ist auf einen sehr niedrigen Preis gefallen. Hierzu tragen auch Erfindungen wie Hubwagen und Europaletten bei.
Bereits vor dem ersten Weltkrieg fand eine Art Globalisierung statt. Der Grund war auch damals die Entwicklung von Kommunikationsmitteln und von Transportschiffen. Das Ausmaß und vor allem die Geschwindigkeit der damaligen Globalisierung waren jedoch nicht mit der heutigen Globalisierung vergleichbar. Thomas L. Friedman sagt vereinfacht: Durch die erste Globalisierung schrumpfte die Welt von „groß“ auf „mittel“, durch die zweite Globalisierung nun auf „klein“.
Den Startschuss für die jetzige Globalisierung lieferte der Fall des eisernen Vorhangs. Nachdem die bipolaren Welt ein Ende gefunden hatte, bot sich dem Welthandel die Möglichkeit sich in der jetzigen Form zu entfalten.
Heutzutage lohnt sich auch der Transport von Billigprodukten über weite Strecken, beispielsweise von Plastikspielzeug von China nach Deutschland.


Gleichzeitig zu der Entwicklung im Transport, entwickelte sich die Kommunikation ebenfalls rasant weiter. Mittlerweile ist es eine Selbstverständlichkeit mit dem Internet große Datenmengen zu senden und zu empfangen.
Es stellt mit modernen Telefonanlagen heutzutage kein Problem mehr dar, mit weit entfernten Menschen zu kommunizieren und es tritt kein Zeitverlust auf. Auch die Kosten der Kommunikation sind auf einen extrem niedrigen Wert gefallen.
Durch die Entwicklung in Kommunikation und Warentransport ist es heute überhaupt kein Problem mehr, Arbeitsprozesse zu teilen und auf verschiedenen Kontinenten zu koordinieren.
Insbesondere der Preisunterschied führt dazu, dass große Mengen an Waren nach Westeuropa und in die USA kommen, die dort zu vergleichbaren Preisen nicht hergestellt werden könnten.
Dies allein ist aber noch nicht alles: Insbesondere die Liberalisierung und Deregulierung vieler internationaler Märkte war eine wichtige Voraussetzung für die heutige Globalisierung. Dies betrifft einerseits Güter und Dienstleistungen, aber auch das Kapital.
Die Zölle wurden von über 40% auf mittlerweile unter 5% gesenkt, was den Warenverkehr fördert. Die Finanzmärkte unterliegen fast keiner Regulierung.

Bild: Messenger im Cafe © Kigoo Images / PIXELIO
Bild: Stecker © Claudia Hautumm / PIXELIO
 

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