Folgen der Globalisierung - Arbeitsmarkt

Durch die Globalisierung ist der Arbeitsmarkt oft nicht mehr national oder regional begrenzt, sondern global. Das führt dazu, dass das Arbeitsangebot enorm steigt.
Die Lebenshaltungskosten sind in Asien oft bei nur 20 % der Lebenshaltungskosten in Westeuropa. Dementsprechend groß ist auch die Differenz der Löhne und Gehälter.
Der Faktor Arbeit ist in vielen Teilen der Welt also deutlich billiger als in Westeuropa.
Das bedeutet, dass ein deutscher Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt nicht nur in Konkurrenz zu anderen deutschen Arbeitern steht, sondern auch in Konkurrenz zu den vielen Arbeitskräften in der ganzen Welt, die Ihre Arbeitskraft deutlich billiger anbieten.
Diese Lohnschere zwischen Westeuropa und vielen anderen Teilen der Welt führt dazu, dass viele Firmen einfache Produktionstätigkeiten in Billiglohnländer verlegen.
Der einzige Ausweg, um nicht mit Millionen von Billigarbeitern in Konkurrenz zu stehen, ist es gut qualifiziert zu sein.
Am deutschen Arbeitsmarkt lässt sich dies gut beobachten: Während viele Unternehmer einen Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften haben, stehen viele gering qualifizierte Arbeitslose auf der Strasse.
Zum (Welt-) Marktpreis können diese Geringqualifizierten ihre Arbeit nicht anbieten, da dieser nicht ausreichen würde, um einen deutschen Lebensstandard zu halten.
Für die Zukunft ist davon auszugehen, dass auch höher qualifizierte Tätigkeiten in Niedriglohnländer verlagert werden. Dies ist zum Beispiel bei IT-Firmen zu beobachten, die Programmierer in Indien beschäftigen. Auch in China sind die Anstrengungen groß, die Qualifikation der Arbeiter zu erhöhen: Jedes Jahr schließen in China sehr viel mehr Studenten ein technisches Studium ab, als in Deutschland.

Auf der anderen Seite kann man sich durch ein Studium im Ausland auch Kenntnisse aneignen, die durch die Globalisierung besonders gefragt sind.
Bild: Arbeitsamt © Matthias Stöbener / PIXELIO

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